Drittmittelgeförderte Forschungsprojekte am IMPB

Neben der Forschung in Arbeitsgruppen sind Mitglieder des Instituts für Medizinische Physik und Biophysik auch in gesonderten Forschungsprojekten wie

  • Sonderforschungsbereichen und
  • DFG-Forschungsgruppen aktiv.

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Übersicht über drittmittelgeförderte Projekte (Auswahl)

DFG-Forschergruppe 1805

"Ribosome Dynamics in Regulation of Apeed and Accuracy of Translation"

Projektthema der FOR 1805 ist die Proteinbiosynthese als Grundlage für die Übersetzung und Weitergabe der Erbinformation in lebenden Zellen. Frau Prof. Dr. Zoya Ignatova, Universität Potsdam, ist Sprecherin der FOR 1805. Herr Prof. Dr. Christian Spahn ist Vize-Sprecher.

Link zur Homepage der FOR 1805

Pressemeldung der Charité

Sonderforschungsbereich 958

"Scaffolding of Membranes - Molecular Mechanisms and Cellular Functions"

Der Sonderforschungsbereich zielt darauf ab, die molekularen Mechanismen aufzuklären, die es dynamisch organisierten Proteinkomplexen erlauben Membranen einzurüsten und zelluläre Funktionen zu steuern. Herr Prof. Dr. Stephan Sigrist, Freie Universität Berlin, ist Sprecher.

Link zur Homepage des SFB 958

Sonderforschungsbereich 1078

"Protonation Dynamics in Protein Function"

Dr. Patrick Scheerer (Teilprojekt SFB1078-B6) vom Institut für Medizinische Physik und Biophysik der Charité untersucht in seinem Projekt im Sonderforschungsbereich 1078 (Sprecheruniversität FU-Berlin), der von der DFG für die erste Förderperiode (Periode 1: 2013-2016) und für eine zweite Förderperiode (Periode 2: 2017-2020) bewilligt wurde, einen neuen Schlüsselaspekt der Proteinfunktion, die sogenannte Protonierungsdynamik. Im Zentrum des Interesses steht die Frage, wie die lokale Übertragung von Wasserstoffionen im Protein zu Konformationsänderungen führt und damit die Proteinfunktion kontrolliert und koordiniert.

Link zur Webseite des SFB 1078

Pressemeldung der Charité

Sonderforschungsbereich 1365

"Renoprotection" Teilprojekt:" Renoprotection by understanding functional and structural G-protein-coupled receptor activation"

Dr. Patrick Scheerer (Teilprojekt: SFB 1365 - A03) vom Institut für Medizinische Physik und Biophysik der Charité untersucht in seinem Projekt im Sonderforschungsbereich 1365 (Sprecheruniversität Charité), der von der DFG für die erste Förderperiode (Periode 1: 2019-2022) bewilligt wurde, einen neuen Schlüsselaspekt für renale Pathologien, die durch G-Protein gekoppelten Rezeptoren (GPCRs) hervorgerufen werden. Gemeinsam mit Prof. Duska Dragun steht im Zentrum seines Projekts "Renoprotektion durch das Verständnis funktioneller und struktureller G-Protein-gekoppelter Rezeptoraktivität", autoimmune Antikörper (Immunoglobuline – IgG) renale Pathologien durch die Bindung an den GPCRs Angiotensin II Typ 1 und den Endothelin-1 Typ A induzieren. Das Ziel ist die Identifikation von Rezeptordeterminanten und Signalisierungswegen, welche für die pathogene IgG Bindung und Signalisierung im Vergleich zu den natürlichen Liganden spezifisch sind. Durch die Kombination von G-Protein Signalisierungstests in Hefekulturen und Säugetierzellen mit biophysikalischen in vitro Assays, Protein-Röntgenstrukturanalysen und Kryo-Elektronenmikroskopie sollen molekulare Einblicke in die autoimmune GPCR Aktivierung gewonnen werden, welche letztendlich ein rationales Design neuer renoprotektiver Wirkstoffe ermöglichen können.  wie die lokale Übertragung von Wasserstoffionen im Protein zu Konformationsänderungen führt und damit die Proteinfunktion kontrolliert und koordiniert.

Link zur Webseite des SFB 1365

Pressemeldung der Charité

DFG-Exzellenzcluster UniCat

"Unifying Concepts in Catalysis"

Dr. Patrick Scheerer vom Institut für Medizinische Physik und Biophysik der Charité untersucht in seinem Projekt (UniCat E3-1 "Biological Hydrogen Conversion" - Projekt "Crystallographic and neutron diffraction studies of oxygen-tolerant [NiFe] hydrogenases") im Exzellenzcluster UniCat (Sprecheruniversität TU-Berlin), der von der DFG über sechs Jahre (2013-2018) bewilligt wurde, die strukturelle Basis von wasserstoffbildenden Proteinen, den sogenannten [NiFe] Hydrogenasen, aus Mikroorganismen und deren Funktion. Die detaillierte strukturelle Untersuchung dieser Hydrogenasen kann bei deren biotechnologischer Nutzung zur Herstellung von molekularen Wasserstoff als alternativer Energieträger, wie beispielsweise in der lichtgetriebenen Wasserstoffproduktion durch photosynthetische Mikroorganismen oder in biologischen Brennstoffzellen zur Stromgewinnung, mit dem Hintergrund der Verknappung von fossilen Brennstoffen von großem Nutzen sein.

Link zur Webseite UniCat

Pressemitteilung der Humboldt-Universität zum Thema

Pressemitteilung der Charité zum Thema

DFG-Exzellenzcluster UniSysCat

Der Principal Investigator Dr. Patrick Scheerer vom Institut für Medizinische Physik und Biophysik der Charité untersucht in seinem kombinierten Projekt (UniSysCat Unit: B "Coupled biocatalytic reactions" and Unit C: "Coupling of chemo- and biocatalysis" - Projekt "Structural elucidation on activation and coupling mechanisms of H2 oxidation and O2 reduction in O2-tolerant [NiFe]-hydrogenases and artificial bio-catalytic model hydrogenases") im Exzellenzcluster Unifying Systems in Catalysis (UniSysCat - Sprecheruniversität TU-Berlin), der von der DFG über sieben Jahre (2019-2025) bewilligt wurde, die strukturelle Basis von wasserstoffbildenden Proteinen, den sogenannten [NiFe] Hydrogenasen, aus Mikroorganismen und deren Funktion. Die detaillierte strukturelle Untersuchung dieser Hydrogenasen kann bei deren biotechnologischer Nutzung zur Herstellung von molekularen Wasserstoff als alternativer Energieträger, wie beispielsweise in der lichtgetriebenen Wasserstoffproduktion durch photosynthetische Mikroorganismen oder in biologischen Brennstoffzellen zur Stromgewinnung, mit dem Hintergrund der Verknappung von fossilen Brennstoffen von großem Nutzen sein.

In einem zweiten Projekt (UniSysCat Unit E: "Signal-controlled multicomponent catalysis" untersucht er lichtgetriebene mikrobielle Rhodopsine und andere Proteine mit Hilfe von Strukturanalyse-Methoden, um sie für optogenetische Anwendungen zu optimieren und nutzbar zu machen.

Link zur Webseite UniSysCat

Link zur Webseite UniSysCat - Dr. Patrick Scheerer 

Link zur Webseite der Charité zum Thema

Emmy Noether-Nachwuchsgruppe der DFG

"Substraterkennung und Spezifitätsmodulierung von Cullin4-RING E3 Ubiquitinligasen"

In der Emmy Noether-Forschungsgruppe von Dr. David Schwefel werden die molekularen Grundlagen der Substratbindung von Cullin-RING-Ubiquitinligasen untersucht. Diese Familie von Enzymen katalysiert die kovalente Anheftung von Ubiquitin an zelluläre Proteine, was u.a. dazu führt, dass diese spezifisch abgebaut werden. Solche Proteinabbau-Vorgänge regulieren essentielle zelluläre Vorgänge wie z.B. die DNA-Replikation, DNA-Reparatur und den Zellzyklus. Fehler in diesen Vorgängen können zu Krankheiten führen. Weiterhin ist die Arbeitsgruppe daran interessiert herauszufinden, wie Virusproteine die Substratbindung der Ubiquitinligase verändern, um dadurch gezielt antivirale Faktoren in der Zelle abzubauen. Kenntnis dieser Veränderungen auf molekularer Ebene hilft nicht nur, die Mechanismen der Virusreplikation besser zu verstehen, sondern könnte auch zur Entwicklung neuer Therapien beitragen.